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WCAG (Web Content Accessibility Guidelines)

Internationaler Standard für Web-Barrierefreiheit – Grundlage für BFSG und ADA.

26. März 2026 1 Min. Lesezeit

Was sind die WCAG?

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der internationale Standard für barrierefreie Web-Inhalte, entwickelt vom W3C (World Wide Web Consortium). Die aktuelle Version WCAG 2.2 definiert Erfolgskriterien in drei Konformitätsstufen: A, AA und AAA. WCAG AA ist die gesetzlich geforderte Mindestanforderung in der EU und vielen anderen Ländern.

Die vier Prinzipien (POUR)

Perceivable (Wahrnehmbar)

Inhalte müssen für alle Nutzer wahrnehmbar sein: Alternativtexte für Bilder, Untertitel für Videos, ausreichender Farbkontrast und anpassbare Textgrößen.

Operable (Bedienbar)

Die Bedienung muss für alle möglich sein: Tastatur-Zugänglichkeit, ausreichende Klickflächen, keine zeitlichen Beschränkungen und sichere Navigation.

Understandable (Verständlich)

Inhalte und Bedienung müssen verständlich sein: klare Sprache, konsistente Navigation, Fehlermeldungen und Hilfestellungen.

Robust

Inhalte müssen mit verschiedenen User Agents (Browsern, Screenreadern) kompatibel sein: valides HTML, ARIA-Attribute und Progressive Enhancement.

Konformitätsstufen

Stufe A (Minimum), Stufe AA (gesetzlicher Standard), Stufe AAA (Optimal). Die meisten gesetzlichen Anforderungen beziehen sich auf WCAG 2.1 Level AA.

Bedeutung

WCAG ist die Grundlage aller Barrierefreiheits-Gesetze weltweit: BFSG (Deutschland), EAA (EU), ADA (USA), EN 301 549 (Europa). Nicht-Konformität kann zu Abmahnungen und rechtlichen Konsequenzen führen.

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