Wirtschaftsstandort Fürth: Spielwaren, Folientechnik und Logistik
Fürth bildet mit Nürnberg und Erlangen den Kern des Ballungsraums Nürnberg und gehört zur Metropolregion Nürnberg. Mit 131.344 Einwohnern (Stand Ende 2025) ist die kreisfreie Stadt nach Nürnberg und Würzburg die drittgrößte Stadt Frankens. 2016 zählte sie rund 61.300 Erwerbstätige.
Ein eigener Schwerpunkt ist die Spielwarenindustrie, die vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Industrieunternehmen reicht. Die Simba-Dickie-Group ist hier beheimatet. Zu den größten Arbeitgebern zählt das Unternehmen Leonhard Kurz, das Folien, Hologramme und Heißprägetechnik herstellt. Uvex, 1926 gegründet, hat in der Stadt Hauptsitz und Fertigung für Sport- und Arbeitsschutzartikel. Seit 1967 liegt im Stadtteil Sack das Zentrallager eines großen Hausgeräteherstellers, und auch das Brauwesen ist mit Verwaltung, Brauort und Logistikzentrum einer Brauerei vertreten.
Verwaltung und Forschung ergänzen das Bild. Seit dem 1. Oktober 2016 hat das Bayerische Landesamt für Statistik seinen Hauptsitz im früheren Quelle-Gebäude. In der ehemaligen Grundig-Zentrale ist der Technologiepark Uferstadt entstanden, unter anderem mit einem Fraunhofer-Institut und dem Technikum Neue Materialien. 2007 erhielt die Stadt den Titel Wissenschaftsstadt. Der Einzelhandel verteilt sich auf die Innenstadt, Wochenmärkte und vier Einkaufszentren.