Crailsheim: Verpackungsmaschinen, Lebensmittel und Bahnknoten
Crailsheim liegt an der Jagst im Nordosten Baden-Württembergs, etwa 25 Kilometer östlich von Schwäbisch Hall. Sie ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises Schwäbisch Hall und die drittgrößte im Regionalverband Heilbronn-Franken. Als Mittelzentrum versorgt sie den nordöstlichen Teil des Landkreises und gilt als zentrale Einkaufsstadt für 100.000 Menschen. Große Kreisstadt ist Crailsheim seit 1972, mit Frankenhardt, Satteldorf und Stimpfach bildet sie eine Verwaltungsgemeinschaft.
Industriell prägt der Maschinenbau die Stadt. Voith Turbo betreibt hier Schwermaschinenbau, dazu kommen mehrere Sondermaschinenbauer, vor allem Hersteller von Verpackungsmaschinen wie die Gerhard Schubert GmbH. Die Konsumgüterbranche ist mit einem Werk von Procter & Gamble vertreten, außerdem mit mehreren Betrieben der Lebensmittelindustrie, von Maultaschen über Fleischverarbeitung bis zu Brot und Bier. Insgesamt beschäftigen die Unternehmen am Ort über 20.000 Menschen. Im Umland wird Landwirtschaft betrieben.
Der Bahnhof ist ein wichtiger Eisenbahnknoten, an dem vier Strecken zusammentreffen, Intercity-Züge halten im Zwei-Stunden-Takt, Regionalzüge fahren unter anderem nach Stuttgart, Nürnberg, Ulm und Heilbronn. Auch der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg hat hier seinen Sitz. Über die B 290 erreicht man bei Satteldorf die A 6, nordöstlich der Stadt liegt das Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim mit Anschluss an die A 7.