Wissenschaftsstadt Darmstadt: Forschung, IT und Chemie
Darmstadt trägt seit 1997 die amtliche Zusatzbezeichnung Wissenschaftsstadt, und das prägt die Wirtschaft. Rund 50.000 Studierende verteilen sich auf die 1877 gegründete Technische Universität, die Hochschule Darmstadt, die Evangelische Hochschule und die Wilhelm Büchner Hochschule. Zu den mehr als 30 weiteren Forschungseinrichtungen gehören das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, das Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC, EUMETSAT und drei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft.
Hinzu kommen zahlreiche Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik, die angewandte Forschung und Entwicklung betreiben. Die Deutsche Telekom hat hier ihren zweitgrößten Standort, außerdem sind die Software AG und mit der Merck KGaA ein DAX-Konzern in der Stadt vertreten. 2016 waren rund 131.100 Erwerbstätige in der Stadt beschäftigt.
Als Oberzentrum versorgt die Stadt einen Raum mit rund 650.000 Einwohnern, darunter die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis. 2017 gewann sie den Wettbewerb „Digitale Stadt“ von Bitkom und Deutschem Städte- und Gemeindebund. Im Zukunftsatlas 2025 belegt sie Platz 13 von 400 Kreisen und kreisfreien Städten, als Stärken gelten Demografie und Arbeitsmarkt. Benachbarte Zentren sind Frankfurt am Main im Norden, Aschaffenburg im Osten sowie Heidelberg und Mannheim im Süden.