Gemünden am Main: Drei-Flüsse-Stadt und Bahnknoten
In Gemünden am Main mündet die Sinn in die Fränkische Saale und diese in den Main, daher der Beiname Drei-Flüsse-Stadt. Im Osten liegt das Fränkische Weinland, im Westen der Spessart und im Norden die Rhön. Die Stadt ist als Mittelzentrum ausgewiesen und staatlich anerkannter Erholungsort. Arbeitsplatzstarke Industrieunternehmen gibt es nicht, viele Beschäftigte pendeln deshalb nach Lohr und Würzburg. Arbeit vor Ort bieten vor allem kleinere Industriefirmen, Einzelhandelsmärkte und zwei Pflegeheime.
2020 gab es im Stadtgebiet 2977 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, während 4055 Einwohner versicherungspflichtig beschäftigt waren. Von den 266 Betrieben gehörten 7 zum verarbeitenden Gewerbe und 11 zum Bauhauptgewerbe, dazu kamen 12 Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Gästebetten und 41 landwirtschaftliche Betriebe. Insgesamt hat Gemünden vier Gewerbe- und Industriegebiete. Im Gebiet Steinäcker-Weizenäcker im Stadtteil Langenprozelten haben sich mittlere Betriebe und zahlreiche Geschäfte angesiedelt.
Verkehrlich ist die Stadt ein wichtiger Eisenbahnknoten: Hier treffen die Strecken aus Flieden und Bad Kissingen auf die Linie zwischen Würzburg und Aschaffenburg, auch im Güterverkehr. Die B 26 führt durch die Stadt, am Hafen können Schiffe anlegen. Seit 1978 besteht auf dem Hofgut Hohenroth eine SOS-Dorfgemeinschaft mit eigenen Werkstätten, Landwirtschaft und Dorfladen.