Wirtschaftsstandort Obernburg: Chemiefasern, Robotik und Ämter
Obernburg am Main liegt im Landkreis Miltenberg an der Mündung der Mümling in den Main, am östlichen Fuß des Odenwalds und etwa auf halbem Weg zwischen Miltenberg und Aschaffenburg. 8.583 Menschen lebten Ende 2025 in der Stadt. Im Westen grenzt sie an hessische Gemeinden des Odenwaldkreises.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert prägten Landwirtschaft, Handwerk und der Abbau von Buntsandstein die Stadt. Mit der Gründung der Bayerischen Glanzstoff-Fabrik 1919 begann die Industrialisierung. Das heutige Industrie Center Obernburg auf der gegenüberliegenden Mainseite, wo traditionell Chemiefasern produziert werden, liegt zwar auf den Gemarkungen von Erlenbach und Elsenfeld, trägt aber den Namen der Stadt. Im Industriegebiet bei Eisenbach haben sich mittelständische Industrie- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt, das größte Unternehmen dort ist die 2014 von KUKA übernommene Reis Robotics.
Als frühere Kreisstadt ist Obernburg Behördenstandort mit Amtsgericht und Finanzamt für den Landkreis Miltenberg, einer Zweigstelle der Agentur für Arbeit und einer Dienststelle des Landratsamts. Berufliche Oberschule und Berufsschule ergänzen das Angebot. Drei Anschlussstellen an der B 469, die B 426 und der Bahnhof Obernburg-Elsenfeld binden die Stadt an.