Wertheim: nördlichste Stadt Baden-Württembergs an Main und Tauber
Wertheim ist die nördlichste Stadt Baden-Württembergs und liegt an der Mündung der Tauber in den Main, direkt an der Grenze zu Bayern. Nach Würzburg sind es etwa 30 Kilometer, nach Frankfurt am Main etwa 70. Die Große Kreisstadt ist die zweitgrößte Stadt des Main-Tauber-Kreises und Mittelzentrum im Regionalverband Heilbronn-Franken. Mit den bayerischen Nachbargemeinden bestehen starke Verflechtungen, der Wirtschaftsraum endet hier nicht an der Landesgrenze.
Über die Anschlussstelle Wertheim-Lengfurt ist die Stadt an die A 3 zwischen Frankfurt und Würzburg angebunden. Auf der Schiene führen Strecken nach Lauda und über Miltenberg nach Aschaffenburg. Der Mainhafen Wertheim, im Oktober 1967 fertiggestellt, ist der einzige baden-württembergische Hafen am Main. Zum Stadtgebiet gehört außerdem das Industriegebiet Almosenberg bei Bettingen.
Auch der Fluss als Reiseweg spielt eine Rolle: 2011 legten 395 Flusskreuzfahrtschiffe in Wertheim an, Anfang der 1990er Jahre waren es noch rund 60 im Jahr. Mit Amtsgericht, einer Außenstelle des Landratsamts und einer Lokalzeitung ist die Stadt zugleich Verwaltungszentrum für ihr Umland. Der Stadtteil Reinhardshof entstand Mitte der 1990er Jahre auf dem früheren Kasernengelände der US-Armee.