Wirtschaft in Fulda: Oberzentrum Osthessens mit Industriegeschichte
Fulda ist Oberzentrum sowie politisches und kulturelles Zentrum der Region Osthessen und gehört trotz der Zuordnung zum Regierungsbezirk Kassel zum Rhein-Main-Gebiet. Als neuntgrößte Stadt Hessens hat sie den Status einer Sonderstatusstadt. Mit den Umlandgemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell bildet die Stadt eine Agglomeration von etwa 112.000 Einwohnern (Stand 2020). Die Landesgrenzen zu Bayern und Thüringen liegen nur 15 und 25 Kilometer entfernt, Rhön und Vogelsberg rahmen die Fuldaer Senke ein.
Schon früh war die Lage an der alten Handelsstraße zwischen Frankfurt und Leipzig ein Vorteil. Mit dem Anschluss an die Frankfurt-Bebraer Eisenbahn 1866 setzte ein deutlicher Aufschwung ein. Aus Handwerk und Textilgewerbe gingen Industriebetriebe hervor, später kamen Maschinenbau, Metallwaren, Wachswaren und Gummiwerke hinzu. Das Adressbuch von 1913 nannte bereits 57 Fabriken in der Stadt.
Fulda ist zudem Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt. Die Hochschule nutzt das Gelände einer früheren Kaserne. Mit der Fuldaer Zeitung, einem Regionalstudio des Hessischen Rundfunks und dem Nachrichtenportal Osthessen News ist die Stadt Medienstandort der Region. Das 2005 eingeweihte Kultur- und Kongresszentrum Esperanto bietet Raum für Tagungen und Veranstaltungen.