Wirtschaftsstandort Buchen: Industrie zwischen Odenwald und Bauland
Buchen liegt am Übergang zwischen dem südöstlichen Odenwald und dem Bauland, im Dreieck der Großstädte Mannheim, Würzburg und Heilbronn, und gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar. Bis 1973 war die Stadt Sitz des Landkreises Buchen, heute ist sie ein Mittelzentrum im Neckar-Odenwald-Kreis zwischen Neckar und Main. Das Stadtgebiet umfasst 14 Stadtteile, darunter Hainstadt, Bödigheim und Hettingen.
Lange beschränkte sich die Industrie auf regionale Rohstoffe wie Holz, Stein und Ton, mit Sägewerken, Ziegeleien und Mühlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich zunehmend Industriebetriebe an, unterstützt durch Heimatvertriebene mit Erfahrung in der Metall- und Kunststoffverarbeitung. Heute ist Buchen ein Standort typischer mittelständischer Industrie mit über 3000 industriellen Arbeitsplätzen. Fast die Hälfte der 7000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitet im produzierenden Gewerbe. Bekannte Namen sind die Möbelfabrik Franz Fertig mit Verwandlungsmöbeln, ein Tondachziegelwerk der Braas GmbH im Stadtteil Hainstadt und der Müsliproduzent Seitenbacher, der hier seinen Sitz hat.
Die Zentralgewerbeschule bildet unter anderem in Mechatronik und Informationstechnik aus. Die A 81 erreicht man über Osterburken oder Tauberbischofsheim, auf der Schiene ist die Stadt über die Madonnenlandbahn zwischen Seckach und Miltenberg angebunden. Die Neckar-Odenwald-Kliniken unterhalten in Buchen ein Krankenhaus als regionale Versorgungseinrichtung.