Wirtschaftsstandort Coburg: Versicherung, Zulieferer, Maschinenbau
Coburg liegt im Norden der Metropolregion Nürnberg, unweit der Grenze zu Thüringen, und ist eine kreisfreie Stadt in Oberfranken. Jahrzehntelang war die Zonenrandlage ein Nachteil, heute zählt die Stadt zu den wirtschaftlichen Oberzentren Nordbayerns. Getragen wird das von einer Mischung verschiedener Betriebsgrößen aus sehr unterschiedlichen Branchen.
Größter Arbeitgeber ist die Versicherungsgruppe HUK-Coburg mit über 5700 Beschäftigten am Ort. Das wichtigste weitere Standbein ist das produzierende Gewerbe: Brose, Zulieferer der Automobilindustrie, hat in der Stadt seinen Hauptsitz, Kaeser Kompressoren fertigt Drucklufttechnik. Stark vertreten sind außerdem der Werkzeugmaschinenbau mit Bearbeitungszentren, Schleifmaschinen und Umformanlagen sowie die Kunststoffverarbeitung mit Formenbau, Spritzguss und Verpackungen.
Am 30. Juni 2021 arbeiteten in der Stadt 33.845 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Rund 57 Prozent waren im Dienstleistungssektor tätig, 30 Prozent im produzierenden Gewerbe und 13 Prozent in Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Täglich pendelten etwa 24.000 Menschen zur Arbeit ein, Coburg ist damit Arbeitsort für ein weites Umland. Über die A 73 ist die Stadt an das Fernstraßennetz angebunden. Im Jahr 2016 lag das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner bei 83.501 Euro und damit deutlich über dem bayerischen Wert von 44.215 Euro.