Meiningen: Verwaltung, Gesundheit, Kultur und Mittelstand
Meiningen ist Kreisstadt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und Teil des funktionsteiligen Oberzentrums Südthüringen. Die Stadt an der Werra ist ein traditioneller Verwaltungs-, Justiz- und Kulturstandort und bietet entsprechend viele Arbeitsplätze in Behörden und Einrichtungen. Stark vertreten sind außerdem medizinische Einrichtungen, Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen im Maschinenbau und in der Hightech-Branche. Die Zahl der Industrieunternehmen ist dagegen vergleichsweise gering.
Im Juni 2025 zählte die Stadt 12.880 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, von denen 7519 mit Einpendlern besetzt waren. Einschließlich geringfügiger Beschäftigung gab es insgesamt 14.899 Arbeitsplätze, 2878 davon im produzierenden Gewerbe. Die rund 740 Betriebe der Stadt stellen etwa 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Landkreis, mehr als jede andere Kommune dort.
Ein weiterer Wirtschaftsfaktor ist der Kultur- und Städtetourismus rund um das Meininger Theater und die Museen, im Jahresdurchschnitt kommen rund 150.000 Tagestouristen. Bekannt wurde die Stadt durch die Theaterreform unter Herzog Georg II. und die Meininger Hofkapelle. Sie liegt im Werratal am Ostrand der Rhön und grenzt mit dem Ortsteil Henneberg direkt an Bayern. Mit Untermaßfeld, Obermaßfeld-Grimmenthal und Ritschenhausen bildet Meiningen einen Verdichtungsraum. Das Gewerbegebiet Dreißigacker und das Industriegebiet Rohrer Berg liegen auf Hochflächen westlich und östlich des Tals.