Wirtschaftsstandort Würzburg: Dienstleistung, Druck und Wissenschaft
Würzburg ist Sitz der Regierung von Unterfranken und seit 2018 eines der drei Regionalzentren des Freistaats Bayern. Gemeinsam mit Schweinfurt bildet die Stadt den Wirtschaftsraum Mainfranken. Anders als das stärker von Großindustrie und Maschinenbau geprägte Schweinfurt ist Würzburg vor allem das Dienstleistungszentrum der Region, mit Behörden, Handel, Banken und Medien wie der Vogel Medien Gruppe. Als Oberzentrum sind Würzburg die Mittelzentren der Planungsregion zugeordnet, darunter Kitzingen, Karlstadt, Lohr am Main und Ochsenfurt. 2017 zählte die Stadt rund 56.800 Erwerbstätige.
Überregional bekannte Unternehmen gibt es dennoch auch im produzierenden Sektor, darunter der Fahrzeugteilehersteller Brose, der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer und die Druckerei flyeralarm. Den Großteil von Industrie und Gewerbe stellen kleine und mittelständische Betriebe, vor allem in den Gebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost. Auch der Weinbau hat Gewicht: Drei der fünfzehn größten deutschen Weingüter sind in der Stadt zu Hause.
Prägend ist zudem die Wissenschaft. Die Julius-Maximilians-Universität steht in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule und ist damit die älteste Universität Bayerns. Dazu kommen die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt und die Hochschule für Musik. Im Wintersemester 2025/26 waren 35.385 Studierende eingeschrieben, die das städtische Leben prägen.