Wirtschaftsstandort Ochsenfurt: Zucker, Maschinen und Gau
Ochsenfurt liegt an der Südspitze des Maindreiecks und ist das wirtschaftliche Zentrum des Ochsenfurter Gaus, einer fruchtbaren Agrarregion. 2016 gab es im Stadtgebiet 111 landwirtschaftliche Betriebe. Wie eng Landwirtschaft und Industrie hier verbunden sind, zeigt die Zuckerfabrik der Südzucker AG, nach Stand Oktober 2025 die drittgrößte Deutschlands. Rund 2500 Landwirte aus der Umgebung liefern jedes Jahr von Mitte September bis Anfang Januar etwa 1,5 Millionen Tonnen Zuckerrüben an.
Im Gewerbegebiet des Stadtteils Hohestadt sind weitere Unternehmen ansässig. Die Kneipp GmbH hat dort ihren Verwaltungssitz und einen Teil ihrer Produktion. Herrhammer, Hersteller von Maschinen für die industrielle Kerzenherstellung, hat in Hohestadt seinen Hauptsitz, außerdem sind Maschinenbau und Druck vertreten. Zwei Brauereien haben regionale Bedeutung.
Im Jahr 2017 arbeiteten 4025 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt, die Zahl der Auspendler lag um 681 über der der Einpendler. Der Bahnhof liegt an der Strecke zwischen Treuchtlingen und Würzburg, Regionalbahnen fahren im Stundentakt. Die A 7 ist bei Marktbreit erreichbar, die A 3 bei Eibelstadt, die B 13 führt durch Ochsenfurt. Über den Hafen ist die Stadt an das europäische Wasserstraßennetz angebunden.