Volkach: Wein und Tourismus an der Mainschleife
Rund um die Mainschleife, die größte Flussmäanderlandschaft Bayerns, lebt Volkach vor allem von Wein und Gästen. Die Stadt gehört zur historischen Keimzelle des fränkischen Weinbaus, an den Hängen dominiert bis heute der Silvaner. Seit 1971 ist Volkach staatlich anerkannter Erholungsort, das erste Fränkische Weinfest fand hier 1949 statt.
Der Tourismus zählt heute zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. 2017 wurden 113.000 Übernachtungen gezählt, erstmals mehr als 100.000. Schon 2012 blieben die meisten Gäste etwa zwei Tage, dazu kommen Tagesausflügler, Wanderer und Radfahrer auf dem Main-Radweg. In der Saison fahren Personenschiffe Rundfahrten über die Mainschleife, und im Sommer bedient ein Shuttle die Weinfeste der Umgebung. Neben dem Weinbau prägt der Obstanbau die Kulturlandschaft. Landwirtschaftliche Flächen machten Ende 2023 63,2 Prozent des Gemeindegebiets aus.
Volkach ist Mittelzentrum und Sitz der Raiffeisenbank Mainschleife-Steigerwald. Die Stadt liegt im Norden des Landkreises Kitzingen und grenzt an den Landkreis Schweinfurt. Bundesstraßen und Autobahnen gibt es im Gemeindegebiet nicht, die nächste Autobahnausfahrt ist Kitzingen/Schwarzach an der A 3. Ein dichtes Netz aus Kreis- und Staatsstraßen verbindet die 19 Gemeindeteile. Die zwischenzeitlich stillgelegte Mainschleifenbahn fährt sonntags wieder als touristische Verbindung zwischen Seligenstadt und Volkach-Astheim.