Tauberbischofsheim: Kreisstadt zwischen Verwaltung, Wein und Feld
Tauberbischofsheim ist die Kreisstadt des Main-Tauber-Kreises und Mittelzentrum in der Region Heilbronn-Franken. Damit bündeln sich hier Verwaltung und Dienstleistungen für einen großen Teil Tauberfrankens. Sie liegt in einem breiten Abschnitt des unteren Taubertals, am Südrand der Stadt mündet der Brehmbach in die Tauber. Seit 2026 trägt sie die Zusatzbezeichnung Fechterstadt. Neben der Kernstadt mit 8401 Einwohnern gehören sechs Stadtteile dazu: Dienstadt, Distelhausen, Dittigheim, Dittwar, Hochhausen und Impfingen.
Das Umland ist landwirtschaftlich geprägt. Die Muschelkalkböden mit Lössauflage bieten gute Bedingungen für den Ackerbau, die sonnigen Hänge eignen sich für Obst- und Weinbau. Am Edelberg betreibt die Stadt ein eigenes Rebgut, und in Dienstadt wird nach altem Brauch Grünkern gedarrt, eine Spezialität des Taubertals. Mit mehr als einem Drittel Waldfläche gehört die Gemeinde außerdem zu den waldreichsten im Kreis.
Für Gewerbe gibt es unter anderem den Industriepark A 81, der zur Kernstadt zählt und die Nähe zur Autobahn schon im Namen trägt. Touristisch liegt die Stadt an der Romantischen Straße und an der Siegfriedstraße, dazu am 101 Kilometer langen Taubertalradweg, der als Teil der D-Route 9 durch das ganze Tal führt. Auch der Odenwald-Madonnen-Weg beginnt hier.